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Das Monatsprognoseturnier

Wer sagt die Witterung der kommenden 2 Monate in Deutschland am besten vorher?

Tippen Sie mit bei unserem bewährten Online-Prognoseturnier!


NEWS:

* Zahlreiche Berichte und Videos in diversen Medien, hauptsächlich privater Wetterdienste, drehen sich derzeit um das Thema: Wie wird der Winter 2018/19? Anlass für uns, einmal einmal der Frage nachzugehen: Wie gut waren die Winterprognosen der letzten Jahre überhaupt? Unser 10-jähriges Tipparchiv liefert dazu einige interessante Fakten und Anhaltspunkte, die hier kurz umrissen werden sollen. So konnte man beispielsweise in den Wintern 2009/10 und 2011/12 schon mit 255 Punkten (= 85 % der erreichbaren Maximalpunktzahl) Wintersieger werden, während man im Winter 2010/11 mehr als 297 Punkte (99 %) gebraucht hätte. Die Gründe für diese Leistungsschwankungen liegen in der Witterung selbst: Der Winter 2009/10 fiel extrem sonnenscheinarm und der Winter 2011/12 extrem niederschlagsreich aus, was beides enorme Punkteinbußen zur Folge hatte. Im Winter 2010/11 wurden hingegen die langjährigen Klimawerte bezüglich Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer im gesamtdeutschen Flächenmittel jeweils fast exakt zu 100 % erfüllt; hinzu kam ein Kälteeinbruch zu Winterbeginn, der aber in allen mittelfristigen Vorhersagemodellen klar und deutlich erkennbar war, was den Punktzahlen unserer Teilnehmer messbar zugute kam.

Im 10-jährigen Mittel kann man beim Wintertipp mit einer Vorhersageleistung des jeweils Bestplatzierten von 274 Punkten (= 91 %) rechnen, was deutlich mehr ist als bei der Sommerprognose. Tatsächlich gibt es sogar noch eine weitere positive Nachricht: Die Korrelation der Temperaturprognose des Durchschnitts aller Tipps (sog. Mitteltipp) mit den eingetroffenen Wintertemperaturen liegt bei +0,55, was einerseits in der Qualifikation unserer Teilnehmer, andererseits aber auch in der erhöhten Persistenz der um Anfang/Mitte Dezember vorherrschenden Witterung begründet sein dürfte. In 7 der untersuchten 10 Winter lag der Prognosefehler des Mitteltipps bei unter 1 K (Durchschnitt 0,5 K); lediglich in den beiden wärmsten Wintern 2013/14 und 2015/16 lag er oberhalb von 2 K, jedoch war in letzterem der Mitteltipp immerhin ebenfalls der wärmste der vergangenen 10 Jahre.

Eine schon bei den Sommertipps auffällige Kuriosität findet sich allerdings auch bei den Wintertipps: Da Anfang Dezember 2009 im Gegensatz zum Dezember 2010 noch kein Kälteeinbruch in der Mittelfrist erkennbar war, fiel der Mitteltipp für den Winter 2010/11 mit -0,6°C um 1,2 Grad kälter aus als ein Jahr zuvor, obwohl er in Wahrheit 0,7 Grad wärmer als der Vorwinter wurde.

Trotz all dieser Erkenntnisse und verbesserter Mittelfristmodelle dürfte in Zukunft eines unverändert bleiben: Für eine erfolgreiche Winterprognose bedarf es einer guten Kombination aus Erfahrung und Bauchgefühl sowie vor allem einer gehörigen Portion Glück. Nicht selten schneiden gerade diejenigen Prognostiker besonders schlecht ab, die in den Medien am lautesten von angeblich bevorstehenden Mallorca-, Russland- oder «Jahrhundertwintern» krakeelen und dabei nicht müde werden, sich selbst und ihre angeblichen Fähigkeiten besonders zu betonen, die sie jedoch in einem Prognoseturnier wie unserem noch nicht ein einziges Mal unter Beweis gestellt haben. Verlässliche Jahreszeitprognosen sind trotz der o.g. Positivkorrelation im Winter für Mitteleuropa nach wie vor nicht möglich.

 

* Die Tipprunde Oktober (1-Monatstipp) inkl. November-Zweimonatstipp ist beendet (04.10.18).

ACHTUNG - wichtige Hinweise:
Aufgrund technischer Wartungsarbeiten kommt es derzeit (seit 01.03.18) immer noch zur Anzeige von Fehlermeldungen in fast allen Teilen des Portals, was wir zu entschuldigen bitten. Die Funktionalität ist dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Sofern die Eingabe von Zweimonatstipps im Zweimonatsbereich nicht möglich ist, geben Sie bitte Ihren 2-Monatstipp in der zweiten Zeile des oberen Teils der Eingabemaske (also in den 1-Monatsbereich) ein! Er wird dann automatisch als Zweimonatstipp übernommen (Funktion «Autotipp»).


* Die endgültigen September-Auswertungen sind online (02.10.18)

Der erste klimatologische Herbstmonat bestach in den ersten drei Wochen meist immer noch durch sehr warmes Sommerwetter, wobei an manchen Tagen bis in den hohen Norden noch Temperaturen von teils über 30°C erreicht wurden*, bevor es zum astronomischen Herbstanfang eine mit oft stürmischen Winden verbundene markante Abkühlung gab. Durch den bis dahin aufgelaufenen Temperaturüberschuss fiel der Monat laut DWD dennoch um 1,8 Grad zu warm aus, wobei ein deutliches Ost-West-Gefälle innerhalb Deutschlands festzustellen war (Düsseldorf +1,0 K, Trier +1,1 K; Grünow/Uckermark +2,8 K).
Die seit Monaten andauernde extreme Dürresituation blieb insbesondere im Norden und Nordosten Deutschlands bis in die letzte Monatsdekade hinein unverändert bestehen, sodass trotz teils kräftiger Regenfälle in der vergangenen Woche im Flächenmittel erneut ein deutliches Niederschlagsdefizit in Höhe von 27,7 % zu beklagen war. Lediglich in einem einzigen Bundesland (Thüringen) wurde das September-Regensoll nahezu erfüllt.
Gleichzeitig mit dem überwiegend trocken-warmen Wetter leistete auch die Sonne wieder Überstunden. Dementsprechend wies der September einen entsprechend hohen Sonnenscheinüberschuss von 38,0 % auf, womit es ganz analog zum Vormonat der fünftsonnigste September der vergangenen 68 Jahre wurde.

Herzlichen Glückwunsch an:

* 1-Monats-September-Sieger Donald Bäcker: Auswertung

* 2-Monats-September-Sieger Jörg: Auswertung

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

*) Vielerorts wurden Anfang der 3.Septemberdekade Temperaturrekorde gebrochen. Insgesamt konnten seit Anfang April am Oberrhein stellenweise bis zu 111 Sommertage registriert werden, womit die bislang gültige Rekordanzahl für Deutschland aus dem Jahr 2003 um 4 Tage überboten wurde. - Auch die Sonnenscheindauer ist hauptsächlich in den nordöstlichen Bundesländern auf Rekordkurs; örtlich wurde bereits jetzt, also schon nach 9 Monaten, die 2000-Stunden-Marke überschritten.


* Die August- & Sommer-Auswertungen sind online (02.09.18):

Im letzten Sommermonat setzte sich das heiße Hochsommerwetter ununterbrochen fort, sodass vielerorts neue Rekordserien an Sommertagen (z.B. im südbrandenburgischen Doberlug-Kirchhain 43 Stück vom 13.07.-24.08.) und Heißen Tagen (z.B. in Frankfurt am Main 18 Stück vom 23.07.-09.08.) aufgestellt wurden, welche selbst die Rekordserien des sogenannten Jahrhundertsommers 2003 noch übertrafen. Da sommerliche Witterung bereits seit April 2018 überwog und auch für den September noch weitere Sommertage in Aussicht sind, dürften in diesem Jahr an einigen Orten erstmals seit 2003 auch wieder über 100 Sommertage zusammenkommen, wobei nahezu in der gesamten Nordhälfte Deutschlands die bisherigen Jahresrekorde sowohl bei der Anzahl Sommer- als auch bei den Heißen Tagen schon jetzt deutlich überschritten wurden.
Im Einzelnen fiel der August laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Flächenmittel Gesamtdeutschlands um 3,4 Grad zu warm aus, wobei die höchsten Wärmeüberschüsse in Ost- und Süddeutschland beobachtet wurden (Eisenach +4,9 K; auf Norderney und Helgoland hingegen nur +2,1 K). Der August 2018 wurde somit gemeinsam mit 2015 und 0,7 Grad hinter 2003 der zweitwärmste August in der 138-jährigen DWD-Flächenmittelzeitreihe. Die anhaltende Trockenheit setzte sich insbesondere im fränkischen Raum sowie in Ostdeutschland nicht nur weiter fort, sondern steigerte sich sogar nochmals zu neuen Höhepunkten, wobei der August 2018 örtlich mit weniger als 3 mm Monatsniederschlag (wie z.B. im Raum Erlangen, im nordthüringischen Kyffhäuserkreis und im Berliner Raum) der trockenste August seit Beginn regelmäßiger Niederschlagsmessungen vor über 170 Jahren wurde.
Selbst im deutschen Flächenmittel belief sich das Niederschlagsdefizit des Monats auf -45,6 %, womit es hinter 1947, 1911, 2003, 1899, 1976 und 1973 der siebttrockenste August in der 1881 beginnenden DWD-Flächenmittelzeitreihe wurde.
Bei der Sonnenscheindauer belegte der August 2018 mit einem deutlichen Überschuss von +24,8 % den 5.Platz im bundesweiten Ranking der vergangenen 68 Jahre (hinter 2003, 1975, 1973 und 2009), wobei es in Teilen Bayerns mit bis zu 295 Sonnenstunden das Maximum gab.

In der Gesamtbilanz der abgelaufenen Jahreszeit gelang es trotz der eingangs erwähnten Rekordserien nicht, den Sommer 2003 im deutschen Flächenmittel vom Thron zu hieven, da 2018 im gesamten Westen und Süden Deutschlands zwar auch anhaltend sommerliche Witterung dominierte, Hitze aber vor allem im Juni seltener und weniger intensiv war wie 2003, sodass sich mit einer Temperaturabweichung des Sommers 2018 von +3,0 Grad der zweitwärmste Sommer in der 138-jährigen DWD-Zeitreihe ergab. In 8 Bundesländern - Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Sachsen (in letzterem gemeinsam mit 2003) - wurde 2018 sogar der wärmste Sommer seit Beginn der jeweiligen Länderzeitreihen 1881.
Beispielsweise genügte in der Bundeshauptstadt Berlin ein 2,3 K zu warmer Juni, ein 3,3 K zu warmer Juli und schließlich der 3,7 K zu warme August, um den Sommer 2018 mit einem Wärmeüberschuss von +3,1 K zum wärmsten Sommer seit 184 Jahren zu machen. In der seit über 260 Jahren ununterbrochenen Berliner Temperaturreihe waren nur die Sommer 1775*, 1781*, 1826 und 1834 ähnlich warm wie 2018, wobei aufgrund der Messunsicherheiten dieser sehr alten Werte, die auch jeweils nur um wenige Zehntelgrad auseinanderliegen, keine definitive Aussage über deren exakte Rangfolge möglich ist.

Die Vizetitel im bundesweiten Flächenmittel wurden aber nicht nur inpuncto Temperatur, sondern auch in den beiden anderen Klimaelementen erzielt: So wurde 2018 mit einem enormen Sommer-Niederschlagsdefizit von -45,9 % und nur wenig hinter dem Dürresommer 1911 im Flächenmittel der zweittrockenste, in 3 Bundesländern (Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) sogar der trockenste überhaupt seit mindestens 1881. Er ließ in Bezug auf seine Niederschlagsarmut selbst so prominente Trockensommer wie 1904, 1976, 1983 und 2003 noch hinter sich. Die absolut trockensten Ecken Deutschlands lagen am Südrand des Harzes nahe Nordhausen sowie im benachbarten Kyffhäuserkreis, wo im gesamten Sommer gerade einmal klägliche 25 bis 30 mm Niederschlag zusammenkamen, was dort einem bislang einmaligen Rekorddefizit von -84  bis -87 % entspricht.
Gleichzeitig konnten in den drei Sommermonaten +26,9 % Sommer-Sonnenscheinüberschuss registriert werden, womit 2018 hinter 2003 der zweitsonnigste Sommer der letzten 7 Jahrzehnte wurde (vor 1976 und 1983). In den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin wurde es sogar der sonnigste Sommer überhaupt seit mindestens 1951. Sonnigste Einzelstation war die Greifswalder Oie in der Pommerschen Bucht (Ostsee) mit 917 Sonnenstunden. Deutschlandweite Rekordhalter in dieser Rubrik sind übrigens die nordseenahen Stationen Helgoland bzw. List/Sylt, wo im Sommer 1976 ganze 948 bzw. 932 Sonnenstunden gemessen werden konnten. Vereinzelte andere, noch höhere Werte wie diejenigen vom alten Norderney und Rheinstetten I sowie diejenigen aus Zinnowitz halten einer räumlichen Plausibilitätsprüfung nicht stand, zumal es sich bei dem damals verwendeten Messverfahren um ein recht subjektives mit manueller Auswertung handelte.

Während der 1-Monats-Augusttipp überwiegend gute bis sehr gute Leistungen erbrachte (Monatssieger Markus mit 291,2 Punkten = 97,1 % der maximal möglichen Punktzahl), fielen die Leistungen in der 2-Monatsprognose erneut bescheiden aus, da trotz ähnlicher Vorwitterung sämtliche Teilnehmer den Wärme- und Sonnenscheinüberschuss des August 2018 unterschätzten. Daher blieben in diesem Modul selbst die besten Teilnehmer unterhalb von 260 Punkten (Sieger dort Jörg mit 261,2 Punkten = 87,1 %).

Obwohl aufgrund der schon seit April und Mai recht beständigen, sich immer wieder regenierenden Großwetterlage sowohl die Mehrheit unserer Teilnehmer als auch viele Prognosemodelle durchaus von einem zu warmen und sonnigen Sommer ausgingen, wurde das Ausmaß des 2018er Megasommers bezüglich Sonnenschein- und Wärmeüberschuss sowie in noch stärkerem Maße bei der weitverbreiteten Trockenheit von sämtlichen Vorhersagen dermaßen stark unterschätzt, dass die Sommerprognose 2018 mit Abstand die schlechteste Vorhersageleistung seit Bestehen unseres Prognoseturniers darstellt. Während im Mittel aller Sommertipps der 10 Jahre 2008-2017 immerhin 265 Punkte erzielt werden konnten und der jeweils Bestplatzierte im Schnitt rund 286 Punkte erreichte, waren es diesmal lediglich 211,6 Punkte im Mittel (= 53 Punkte weniger) und selbst in der Spitze nur 248 Punkte (= 38 Punkte weniger bzw. 82,7 % der Maximalpunktzahl, erzielt durch Sommersieger Fischachtaler). Das belegt, dass operative Jahreszeitvorhersagen in unserer Klimazone sogar dann kaum Sinn machen, wenn die Aussagetendenz der Prognose zwar stimmt, aber das Ausmaß der Witterungsanomalie derart massiv unterschätzt wird wie es in diesem Sommer der Fall war.
Die Analyse der letzten 10 Sommertipps 2008-2017 zeigte auch, dass im Mittel aller Teilnehmer die vorhergesagte Sommertemperatur zwar nur 0,2 Grad vom eingetroffenen Wert abwich (17,3 vs. 17,5 °C, also relativ geringer Bias), jedoch zwischen dem Mitteltipp und der Messreihe Antikorrelation vorherrschte (r = -0,20). Das heißt, dass vor warmen Sommern im Mittel zu kalte Vorhersagen und vor kühleren Sommern zu warme Vorhersagen dominierten, die aber im Gegensatz zum tatsächlichen Verlauf standen. Beispielsweise wurde nach dem kalten und recht langen Winter 2009/10, der auch noch einen sehr trüben und unterkühlten Mai mit im Gepäck hatte, im Mittel aller Tipps ein kälterer Sommer vorhergesagt als in den beiden Jahren davor und danach, obwohl der Sommer 2010 real sogar der wärmste des Zeitraums 2007-2014 wurde. Analoges galt nach dem Winter 2012/13 und nach dem kühlen Hochwasser-Mai 2013 - auch auf diesen folgte ein unerwartet freundlicher und warmer Sommer mit mehrwöchigen Hochdruckphasen, wenngleich auch nicht derart warm und ausdauernd wie im Sommer 2018. - Allen erfolgreichen Teilnehmern dennoch herzlichen Glückwunsch!

* Die endgültigen Juli-Auswertungen sind online (02.08.18):

Ebenso wie im Juni war auch der zweite Sommermonat von einer sich immer wieder regenerierenden Hochdruckzone von den Azoren teilweise über Großbritannien bis hinauf nach Norwegen geprägt, welches auch das östliche Skandinavien dominierte, sodass rekordlange Reihen von Sommertagen und besonders ab Monatsmitte auch eine bedeutsame Hitzewelle in Kombination mit anhaltender Trockenheit und massivem Sonnenscheinüberschuss auftraten, die insbesondere in der Nordhälfte die stärksten Auswirkungen zeigte.
Der Temperaturüberschuss des Monats legte gegenüber dem Vormonat wieder etwas zu und erreichte im gesamtdeutschen Flächenmittel +3,4 K, die auch relativ gleichmäßig über Deutschland verteilt waren. Es wurde somit der viertwärmste Juli seit DWD-Zeitreihenbeginn 1881 (
gemeinsam mit 2010 sowie hinter 2006, 1994 und 1983).
Bei der Sonnenscheindauer konnte mit einem Überschuss von sagenhaften 47,8 % sogar der zweitsonnigste Juli der vergangenen 7 Jahrzehnte verbucht werden (hinter dem Rekordhalter 2006), wobei die westlichste Ostsee mit dem Kieler Leuchtturm als Monatsspitzenreiter (dort 373 Sonnenstunden!) diesmal die Nase ganz vorn hatte.
Die regional ziemlich begrenzt aufgetretenden stärkeren Regenfälle (v. a. in Ostbrandenburg durch ein ausgreifendes Polentief vom 10.-12.Juli verursacht) sowie vereinzelte Wärmegewitter brachten bezüglich der in weiten Teilen Nord- und Mitteldeutschlands angespannten Trockenheitssituation keinerlei Entspannung - ganz im Gegenteil, im sonst so regenreichen Westen und Nordwesten verschärfte sich diese ebenso wie zuvor schon in anderen Regionen, wobei an mehreren Stationen 170-jährige Trockenheitsrekorde für den Monat Juli gebrochen wurden (z. B. in Emden und Kleve). Ausgerechnet die in der offenen Nordsee liegende Insel Helgoland (vieljähriger Julidurchschnitt: 58,7 mm) verzeichnete diesmal mit einer Julisumme von nur 2,2 mm, also einem Regendefizit von mehr als 96 % (!), sogar die kleinste Regenmenge von ganz Deutschland.
Im Bundesmittel errechnete sich daher ein enormes Niederschlagsdefizit von immer noch 48,5 %, sodass der Juli 2018 (genau wie der Vormonat) der neunttrockenste Juli der letzten 138 Jahre wurde. In Nordrhein-Westfalen war der Juli 2018 sogar noch niederschlagsärmer als der bisherige Trockenheits-Rekordhalter 1983, sodass dort ein neuer Bundeslandrekord aufgestellt werden konnte.


Im 2-Monatstipp hatte kein einziger Teilnehmer mit einem derart warmen, trockenen und sonnigen Juli gerechnet, sodass dort selbst die Prognoseleistung der Bestplatzierten weit unter 250 Punkten zurückblieb (1.Platz: Janmeyer98 mit 240,7 Monatspunkten = 80,2 % der maximal möglichen Punktzahl). Im 1-Monatstipp hingegen konnten gute Prognostiker bereits Anfang Juli mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf spekulieren, dass der Hochsommer 2018 ähnlich wie 2003 alle Geschütze eines «Jahrhundertsommers» auffahren würde. Hier siegte Mosch267 (278,4 Punkte = 92,8 %), dem als einzigem auch ein Volltreffer bei der Temperaturprognose gelang. - Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

* Die endgültigen Juni-Auswertungen sind online (02.07.18):

Die frühsommerliche Witterung der beiden Vormonate ging nahtlos in einen deutlich zu warmen ersten Sommermonat über, wobei die zeit- und ortsweisen Temperaturschwankungen, aber auch die Bevorzugung Norddeutschlands bei der Sonnenscheindauer sowie weitere Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Niederschläge überwiegend erhalten blieben.
Der Temperaturüberschuss des Juni 2018 erreichte im gesamtdeutschen Flächenmittel +2,3 K und wäre ohne den Kaltlufteinbruch zum kalendarischen Sommeranfang (21.-23.06.) sogar über 3 Grad zu warm ausgefallen. Rekord bleiben somit weiterhin die +4,0 K vom Juni 2003, jedoch sei darauf hingewiesen, dass
die Wärmerekorde in den nördlichen Bundesländern noch immer aus den Jahren 1889 und/oder 1917 stammen.
Während die Sonnenscheindauer im diesjährigen Juni mit einem Überschuss von «nur» +7,3 % etwas weniger spektakulär ausfiel als noch im April und Mai (Arkona/Rügen diesmal 326,7 Sonnenstunden = 121,6 % des dortigen Durchschnitts), fanden sich beim Niederschlag neben einigen wenigen Unwetterregionen mit Regenüberschüssen insbesondere in Mittel- und Ostdeutschland eine Reihe von Regionen mit einer regelrechten Jahrhundertdürre (z.B. in Lutherstadt Wittenberg mit nur 1 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 8 Wochen!). Im Landesmittel von Sachsen-Anhalt wurde es der trockenste Juni überhaupt seit 1881, in Thüringen der zweittrockenste (nur wenig hinter dem Rekordhalter 2010). Sogar im Bundesmittel betrug das Niederschlagsdefizit noch beeindruckende -44,0 %, womit es der neunttrockenste Juni seit 1881 wurde.

Da mit Ausnahme des Monatssiegers Martin (277,7 Punkte = 92,6 % der maximal möglichen Punktzahl im 1-Monatsmodul bzw. Jörg mit 260,3 Punkten = 86,8 % im 2-Monatsmodul) kein Teilnehmer mit einem derart trockenen Juni gerechnet hatte, blieben die Prognoseleistungen nach den Kapriolen der letzten Monate - angefangen von dem regional extrem trüben Dezember über einen teils rekordwarmen Januar und regional rekordsonnigen Februar, den anschließend unerwartet kalten März bis hin zu den extrem warmen Monaten April und Mai - den 7. Monat hintereinander im suboptimalen Bereich.
Im 1-Monatsmodul gelang sowohl Christoph als auch Wetterfrosch Richard ein Volltreffer bei der Temperaturprognose. - Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

* Die endgültigen Mai-Auswertungen sind online (02.06.18):

Nach dem schon extrem warmen April drehte der Mai den «Sommerhahn» noch weiter auf, sodass es mit einer Abweichung von +3,9 K im deutschen Flächenmittel der wärmste Mai seit 150 Jahren* sowie mit 42,7 % Sonnenscheinüberschuss hinter den Maimonaten 1989 und 1990 der drittsonnigste der letzten 68 Jahre wurde (List/Sylt diesmal sogar 388 Sonnenstunden = 160 % des vieljährigen Durchschnitts!). Selbst der bisherige, 129 Jahre alte Rekordhalter-Mai von 1889, welcher insbesondere im Nordosten Deutschlands Temperaturanomalien von bis zu +4,6 K gebracht hatte, wurde im gesamtdeutschen Flächenmittel noch um 0,2 K überboten. Das Zentrum der Wärmeanomalie lag diesmal jedoch im Nordwesten (List/Sylt +5,0 K, Bremerhaven +5,1 K - beides vermutlich seit mehr als 150 Jahren dort noch nicht vorgekommen), während die Abweichungen im Osten sowie besonders im Süden etwas geringer waren.
*) Nach einer detaillierten Untersuchung von Monatsprognose.de (mit einem Umfang von ca. 120-130 Stationen) hält im gesamten Süden, Südwesten und Westen Deutschlands bis hoch zu einer Linie Kleve
Fritzlar Eisenach Zwickau nicht der Mai 1889, sondern der des Jahres 1868 die Rekorde (ca. +4,1 K zu warm). Sowohl nach dieser Untersuchung als auch in der 258-jährigen Mitteleuropareihe von Prof. F.BAUR (mit dort sogar nur 4 Stationen) war der Mai 1868 um 0,4 bis 0,5 K wärmer als der Mai 1889. Das lässt indirekt darauf schließen, dass dem Mai 2018 noch 0,2 Grad bis zur Einstellung dieses 150 Jahre alten Rekordes gefehlt haben dürften.
Zirkulatorisch entstand dieser extrem warme Monat diesmal nicht durch eine sich regenerierende Omegalage (wie im Sommer 2003) oder ein ortsfestes kräftiges Atlantiktief (wie im vorangegangenen April), sondern durch eine andauernde High-over-Low-Lage mit einem permanentem Hochdruckblock von Großbritannien bis Finnland und Estland, wobei bis in das nordwestliche Europa fast kontinuierlich Warmluft vom Balkan gelangte, während gleichzeitig kühles und wechselhaftes Tiefdruckwetter über dem Mittelmeer herrschte.
Das Niederschlagsdefizit des Mai 2018 betrug im Bundesmittel 26,9 %, wobei sich besonders aufgrund der Witterung in der letzten Maidekade zwischen extrem trockenen Regionen und kleinräumigen Unwettern sehr starke Kontraste herausbildeten.


Da sogar noch im 1-Monatstipp sämtliche Teilnehmer und numerische Prognosen sowohl die Temperaturabweichung als auch die Sonnenscheindauer unterschätzten, waren die Prognoseleistungen leider überwiegend erneut relativ gering. Im Einzelnen fuhr in der 1-Monatsmodul Stammteilnehmer Sigward Liebetruth den Sieg ein (258,2 Punkte = 86,1 % des maximal Möglichen), während im 2-Monatsmodul selbst 223,4 Punkte (74,5 % - 1.Platz dort: Renate) nicht übertroffen wurden. - Allen erfolgreichen Teilnehmern trotz der erneut schweren Startbedingungen herzlichen Glückwunsch! Ganz besonders danken wir unseren Stammteilnehmern, die das Monatsprognoseturnier seit mittlerweile einem gesamten Jahrzehnt (!) mit Leben erfüllen.

* Monatsprognose.de ist 10 Jahre alt geworden (28.05.18)!


* Die endgültigen April-Auswertungen sind online (02.05.18):

Nach den viel zu milden und feuchten Wintermonaten Dezember und Januar, auf die die zu kalten Monate Februar und März gefolgt waren (wobei insbesondere der Februar gebietsweise extrem trocken war und besonders bei der Sonnenscheindauer sogar teils neue Rekorde brachte, was sich bereits damals in einem deutlichen Einbruch der Prognosenleistungen zeigte), schaltete der April nach spätwinterlichem Start binnen weniger Tage auf «Sommermodus», wobei der atlantische Hochdruckkeil unter Abschwächung auf den europäischen Kontinent überwechselte und an seiner Stelle einem umfangreichen dominierenden Atlantiktief Platz machte, sodass wiederholt äußerst warme subtropische Luftmassen nach Deutschland gelangten. Daher wurde der April im deutschen Flächenmittel um 4,9 K wärmer als im Standardreferenzzeitraum (bzw. um 3,3 K wärmer als im Mittel 1998-2017) und somit der wärmste überhaupt seit mindestens 218 Jahren. Lediglich in Norddeutschland sowie im äußersten Westen (Rheinland-Pfalz) wurden die bisherigen Rekordhalter-Aprils nicht geschlagen, da diese dem atlantischen Einfluss bzw. der kühlenden Nord- und Ostsee zu nah lagen. Im Einzelnen betrugen die Anomalien zwischen +1,3 K auf Helgoland und +7,1 K auf dem Hohenpeißenberg mit den höchsten Werten in den südöstlichsten Bundesländern (Bayern, Thüringen und Sachsen).
Zwar hatte der Monat auch einen recht deutlichen Sonnenscheinüberschuss von 46,8 % sowie ein Niederschlagsdefizit von 35,2 % aufzuweisen. Das bedeutete beim Sonnenschein jedoch nur den viert-sonnigsten April der vergangenen 68 Jahre (hinter 2007, 2009 und 2011) und beim Niederschlag sogar
«nur» den 35.-trockensten April der letzten 138 Jahre.
Dennoch fielen die Prognoseleistungen ähnlich gering aus wie in den Extrem-Aprilmonaten 2009 und 2011. Sämtliche Teilnehmer, jedoch auch alle anderen Vorhersagen diverser weltweiter Prognosezentralen unterschätzten die Temperatur, überwiegend sogar deutlich. Die beste Einzelprognose war daher diesmal ein Niederschlagstipp, und zwar der von HoSe im 1-Monatsmodul (nur 0,2 % Abweichung), wobei auch dessen Temperaturtipp mit zu den Besten gehörte, sodass er mit insgesamt 260,6 Punkten (= 86,9 % der maximal möglichen Punktzahl) Monatssieger wurde. Im 2-Monatsmodul erkämpfte sich Vormonatssieger Frosch410 mit 238,4 Punkten (= 79,5 %) den 1.Platz, während ansonsten in beiden Prognosemodulen außer den jeweiligen Siegern 220 Punkte nicht erreicht wurden. - Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!


* Die endgültigen März-Auswertungen sind online (02.04.18):

Deutschland erlebte den kältesten März seit 5 Jahren. Er war im deutschen Flächenmittel um 1,1 K kälter als im Standardreferenzzeitraum (bzw. um 2,3 K kälter als im Mittel 1998-2017), die Niederschlagsmenge belief sich auf ein wenig zu trockene 90,1 % und die Sonnenscheindauer auf 101,3 %. Insbesondere im Nordosten Deutschlands war der spätwinterliche Charakter des Monats mit häufigen Schneefällen und auch Schneedecken noch am deutlichsten spürbar, während es im Südwesten zum einen deutlich weniger kalt und zum anderen auch etwas trockener war (Berlin-Brandenburg -2,1 K Temperaturanomalie bei 28,7 % Niederschlagsüberschuss; Baden-Württemberg hingegen nur -0,4 K bei 34,2 % Niederschlagsdefizit).
Im Kontext der letzten 10 Jahre waren die Prognoseleistungen durchschnittlich für eine Einmonats-Märzvorhersage. Monatssieger wurde Frosch410 (287,4 Punkte = 95,8 % des maximal Möglichen), dem als Einzigem auch ein Volltreffer bei der Temperaturprognose gelang. - Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

* Die Winter-Tipprunde 2017/18 (inklusive Dezember, Januar, Februar & 2-Monatsmärztipp) wurde wegen Umstellungsarbeiten von Monatsprognose.de per E-Mail durchgeführt. Die einzelnen Monate sowie der Gesamtwinter ist im Langfristforum von Wetterzentrale.de veröffentlicht.

* Die Februar- und Winterauswertungen sind erstellt (28.02./02.03.18). Auch diese wurden im Langfristforum von Wetterzentrale.de veröffentlicht und werden im Laufe des Juni 2018 in die Monatsprognose.de-Datenbank transferiert. Achtung, diese 4 im WZ-Forum getippten Monate enthalten im Bereich Auswertungen derzeit keine gültigen Werte! Auch die Punktzahlen werden zurzeit noch nicht korrekt dargestellt.

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KORREKTUR allgemein (ab Aug. 2018): - wird demnächst manuell eingegeben und hier entfernt -

* Doppelnick/Nickwechsel Donald Bäcker -> don_baecker
* August 2-Monatstipp v.!

KORREKTUR zum 2-Monatstipp APRIL 2018: - wird demnächst manuell eingegeben und hier entfernt -

* Nickwechsel Obmann -> Roddy
* Tipp Roddy 2M_April: 8.7 / 75 / 121 (fehlt in der DB)

KORREKTUR zur 1-Monatsauswertung MAI 2016:
- wird demnächst manuell eingegeben und hier entfernt -

* Teilnehmer Ivanj: Temperatur 13.2 (statt 1.1), Temp-Punkte 90 (statt 0), Monatspunkte 214.3 (statt 124.3), damit Vorletzter (statt Letzter)
* MITTELTIPP: Temperatur 13.5 (statt 13.1), Temp-Punkte 96 (statt 88), Monatspunkte 289.7 (statt 281.7), damit Platz 1 (statt 4)

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NÄCHSTE ABGABETERMINE:

03.11.2018, 23:59 Uhr: Abgabeschluss für die 1-Monats-Novemberprognose sowie die 2-Monats-Prognose für den Dezember

03.12.2018, 23:59 Uhr: Abgabeschluss für die 1-Monats-Dezemberprognose, die 2-Monats-Prognose für Januar 2019 sowie für die Winterprognose 2018/19

03.01.2019, 23:59 Uhr: Abgabeschluss für die 1-Monats-Januarprognose sowie die 2-Monats-Prognose für den Februar


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