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Das Monatsprognoseturnier

Wer sagt die Witterung der kommenden 2 Monate in Deutschland am besten vorher?

Tippen Sie mit bei unserem bewährten Online-Prognoseturnier!


NEWS:

* Die vorläufigen August- und Sommer-Auswertungen sind online (30.08.16); gleichzeitig ist die Tipprunde September(1-) & Oktober(2-Monatstipp) gestartet. Bitte loggen Sie sich jetzt ein, um Ihre Tipps für beide Prognosemodule einzugeben (30.08.-03.09.16)!

Der dritte klimatologische Sommermonat verlief ähnlich wie der Vormonat: Er begann eher durchwachsen und geizte besonders in der Nordhälfte zunächst noch mit Sonne. In der zweiten Augustwoche kam es bei Zufuhr polarer Luftmassen und aufklarendem Himmel zu kühlen Nächten und ganz vereinzelt auch zu Bodenfrost, der in den sogenannten ungünstigen Lagen (Senken und Mulden der Hoch- und Niedermoor- sowie Heidelandschaften Norddeutschlands; höhergelegene Becken und Täler der Mittelgebirge usw.) jedoch selbst im Hochsommer nicht so außergewöhnlich ist, für wie er gemeinhin gehalten wird. Die anschließende Zufuhr von Warmluft führte vielfach zu Sprühregen, was den herbstlichen Eindruck vielfach noch verstärkte. Jedoch baute sich in der Folge ab Beginn der 3.Monatsdekade ein stabiles Hochdruckgebiet auf, wobei es zu einer fast einwöchigen Hitzewelle mit völlig wolkenfreiem Himmel und Rekordtemperaturen von mehr als 37°C kam.
Das Resultat war erneut ein zu warmer Monat (im Flächenmittel +1,4 Grad), wobei die Temperaturanomalie von +0,7 K in Hamburg bis auf +1,8 K in Baden-Württemberg zunahm. Im Nordwesten war der Monat auch zu trüb (Hamburg 5 % Sonnenscheindefizit), während das am meisten zu warme Bundesland gleichzeitig auch das freundlichste war (Baden-Württemberg 19 % Sonnenscheinüberschuss). In der bundesweiten Mittelung ergab sich ein ca. 11,5 % zu sonniger August.
Da nur wenige Tage ergiebigere Schauer fielen und anhaltende Niederschläge («Landregen») fast völlig ausblieb, wurde es ein erheblich zu trockener Monat: Im Deutschlandmittel fehlten rund 42 % zum august-üblichen Regensoll. In allen Bundesländern war es zu trocken. Eine regelrechte Dürre betraf nach dem dort schon sehr trockenen Juli abseits der üblichen Trockengebiete (Harz-Lee, Rheingau usw.) erneut den äußersten Westen Deutschlands, wobei sich im Saarland ein extremes Niederschlagsdefizit von 69 % für den diesjährigen August errechnete.

Die Gesamtbilanz für die abgelaufene Jahreszeit zeigt, dass die Meinung und das Empfinden vieler Menschen zum diesjährigen Sommer fast ausschließlich an die Sonnenscheindauer und Niederschlagshäufigkeit gekoppelt war. Denn während die Temperaturbilanz einen
im Flächenmittel um 1,5 Grad zu warmen Sommer zeigt (von +1 K im westlichen Saarland und nördlichen Schleswig-Holstein bis hin zu +2 K in Teilen Mitteldeutschlands), wobei auch alle Einzelmonate zu warm waren, so fiel der Sommer dennoch in nicht weniger als 5 Bundesländern sowohl zu nass als auch hauptsächlich zu trüb aus (besonders Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Rheinland Pfalz, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen), was auf die dort relativ häufigen quasistationären Wetterfronten atlantischer Tiefausläufer  im diesjährigen Sommer zurückzuführen war.
In ganz Norddeutschland einschließlich Mecklenburg-Vorpommerns, Niedersachsens, Hessens und des Saarlands verfehlte die Sonnenscheindauer ihr Soll, sodass sich im Bundesmittel ein um ca. 1,5 % zu trüber Sommer errechnete. Laut DWD sonnigstes Bundesland des Sommers wurde Sachsen-Anhalt (dort 10 % Sonnenscheinüberschuss). Ebenfalls in Sachsen-Anhalt war es mit einem sommerlichen Regendefizit von
22 % am trockensten - wie auch der größte Teil des übrigen Ostens, Südwestens und Südens wurde diese Region im Sommer von länger andauernden Regenfällen überwiegend verschont. Im Flächenmittel über ganz Deutschland bilanzierte die Sommerniederschlagssumme mit rund -4 % geringfügig unter dem vieljährigen Durchschnitt.


Gewinner der Sommerprognose 2016 wurde Bernd Hussing (Frosch410) mit herausragenden 294 Punkten (= 98 % der möglichen Punktzahl). Während sich die 1-Monatsprognose wegen des zu Augustbeginn in der Mittelfrist erkennbaren Kaltlufteinbruchs oft sehr schwierig gestaltete, fielen  die Leistungen der 2-Monats-Augustprognosen meist recht gut aus. Allerdings liegen für definitive Aussagen die Punktzahlen der besten Teilnehmer noch zu eng beieinander.
Die endgültige Auswertung der August- und Sommertipps inkl. Verkündung der Monatsgewinner erfolgt am 02.09.2016 auf dieser Seite.

>> Vorlfg.Auswertung der 1-Monats-Augustprognosen vom 03.08.16
>> Vorlfg.Auswertung der 2-Monats-Augustprognosen vom 03.07.16
>> Vorlfg.Auswertung der Sommerprognosen vom 03.06.16

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* Die endgültigen Juli-Auswertungen sind online (02.08.16):


Im zweiten Sommermonat Juli setzte sich die zeitlich und regional abwechselnd feuchte, schwülwarm-gewittrige bzw. trockenwarme Witterung fort, sodass sich der Temperaturüberschuss nahtlos in denjenigen der Vormonate einreihte (im Flächenmittel 1,7 Grad zu warm, bei relativ gleichmäßiger Verteilung über die Bundesländer zwischen +1,5 und +1,9 K). Wie schon im Vormonat stieg das Quecksilber örtlich erneut bis auf 36,4°C (20.Juli) an, und selbst das aktuellste Julimittel der jüngsten Halbklimaperiode 2001-2015 wurde um 0,1 Grad überboten. In 5 Bundesländern wurde die übliche Juli-Niederschlagssumme erreicht oder überschritten (maximal um +20,8 % in Sachsen), im größten Teil Deutschlands war es jedoch zu trocken (größtes Niederschlagsdefizit: -46,2 % im Saarland), wobei wie schon in den Monaten zuvor oft längere Trockenphasen von nur wenigen kurzzeitigen Regenschauern unterbrochen wurden, was in einigen Regionen nördlich des Mains in der Vegetation zu örtlich erheblichem Trockenstress führte. Im Deutschlandmittel errechneten sich 9,8 % Niederschlagsdefizit.
Auch die Sonnenscheindauer verfehlte überwiegend ihren Sollwert verbreitet - obgleich mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern (dort enttäuschende -14,5 %) meist nur geringfügig. Nur in einem einzigen Bundesland wurde das Juli-Sonnensoll ein wenig überschritten (+3,1 % in Baden-Württemberg). Im bundesweiten Durchschnitt ergab sich ein um 4,5 % zu sonnenscheinarmer Juli. Am 05./06. zog in der Nordhälfte sogar ein ausgewachsenes Sturmtief durch, welches kein «Sommer-Feeling» zuließ.


Die besten Leistungen wurden in beiden Prognosemodulen von Music erzielt (im 1-Monatstipp 290,7 Punkte = 96,9 % und im 2-Monatstipp 280,7 Punkte = 93,6 %), der somit doppelter Monatssieger wurde. Vizesieger wurde Christian, der zwar im 2-Monatstipp hinter Mosch267 «nur» Rang 3 erreichte, jedoch dort den einzigen Juli-Volltreffer landete. Platz 3 im 1-Monatstipp ging an unseren erfahrenen Stammteilnehmer Sigward Liebetruth.

>> Auswertung der 1-Monats-Juliprognosen vom 03.07.16
>> Auswertung der 2-Monats-Juliprognosen vom 03.06.16

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Die endgültigen Juni-Auswertungen sind online (02.07.16):

Der erste meteorologische Sommermonat setzte zunächst die Serie heftiger lokaler Unwetter, die Ende Mai begonnen hatte, nahtlos fort. Insbesondere der Westen und Süden Deutschlands befand sich den gesamten Monat über fast ununterbrochen in feuchter Luft, die für eine kurze Hitzewelle nach dem kalendarischen Sommeranfang lediglich vorübergehend abgedrängt wurde. Im Nordosten hingegen dominierte bereits in der ersten Junihälfte viel Sonne und Wärme, die vom 02.-08. zu der hohen Anzahl von 7 Sommertagen hintereinander führte. Trotz leichten Temperaturrückgangs in der 2.Monatsdekade fehlten insbesondere kühlere Nächte fast völlig, auch die sonst eigentlich monatstypische «Schafskälte» blieb aus. Am 24.Juni wurden schließlich in der Osthälfte mit Temperaturen von bis zu 36,4°C teilweise sogar Junirekorde gebrochen; Tagesrekorde purzelten sogar an 3 Tagen. Vielerorts war es Mitte der dritten Junidekade - meist während oder kurz nach Gewittern - extrem schwül mit Taupunktswerten von örtlich über 24°C. Der Flughafen Düsseldorf meldete eine Rekordanzahl von 16 Gewittertagen!

In der Gesamtbilanz zeigte sich der Juni genau wie der Vormonat um 1,6 Grad zu warm, wobei das Nordost-Südwest-Gefälle der Temperaturen nun schon den vierten Monat in Folge erhalten blieb (Saarland wieder nur +0,6 K, Mecklenburg-Vorpommern hingegen +2,3 K Temperaturüberschuss). Damit erlebten wir immerhin den wärmsten Juni seit 9 Jahren, im Nordosten sogar seit 13 Jahren.
Diese beachtlichen regionalen Gegensätze kamen auch in der Niederschlags- und Sonnenscheinverteilung zum Ausdruck: So errechnete sich laut Deutschem Wetterdienst für das Saarland ein Sonnenscheindefizit in Höhe von -36 % (im Bundesmittel noch von -6,2 %), sodass in der Westhälfte der sonnenscheinärmste Juni seit 1987 registriert wurde (Schlusslicht war der Feldberg im Schwarzwald mit nur 101 Sonnenstunden = -43 %; damit dort trübster Juni seit mindestens 70 Jahren!), während sich für ganz Ostdeutschland ein leichter Überschuss errechnete (Sachsen-Anhalt sogar +19 %).
Aufgrund der starken Niederschläge in Süd- und Westdeutschland mit örtlichen Juni-Rekordniederschlagssummen (Spitzenreiter Rheinland-Pfalz und Saarland, aber auch Bremen und Hamburg mit mehr als +85 % Übererfüllung) wurde das Juni-Niederschlagssoll im Flächenmittel um 36,5 % überschritten. Es wurde somit der nasseste Juni seit 26 Jahren. Stellenweise wurde mehr als viermal soviel Regen gemessen wie üblich (z. B. in Xanten am Niederrhein mit 321,2 mm = +318 % Regenüberschuss; damit nassester Monat der letzten 70 Jahre!). Dass selbst die deutlich trockeneren Bundesländer im Osten ihren Sollwert noch erreichten (Schlusslichter Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit +3 %), ist einzig dem Starkregen vom 17.Juni zu verdanken, der die dort bislang magere Bilanz vielerorts nennenswert aufbesserte. An einigen Stationen fiel der Juni zwar auch dort immer noch deutlich zu trocken aus (z. B. im vorpommerschen Franzburg mit lediglich 23,8 mm = -66,3 % Regendefizit), was jedoch keinen Rekord bedeutete. Zur Erinnerung: Im Jahrhundert-Dürrejuni 1992 hatte es in Vorpommern einschließlich Hiddensees und Rügens verbreitet weniger als 0,1 mm Regen gegeben!

Insbesondere in der 1-Monatsprognose waren die Leistungen diesmal ziemlich gut. Neu-Teilnehmer Mosch267 fuhr dort den ersten Glückstreffer mit 290,3 Punkten (= 96,8 % der maximal möglichen Punktzahl) ein und wurde Monatssieger, gefolgt von Benjamin B. mit 289,7 (= 96,6 %; gleichzeitig zusammen mit Sebastian Volltreffer im Temperaturtipp) und Jürgen H. mit 284,3 Punkten (= 94,6 %). In der 2-Monatsprognose konnten dagegen nur zwei Tipper über 270 Punkte bzw 90 Prozent erzielen: zum einen Stammteilnehmer Sigward Liebetruth, der mit 272,7 Punkten (= 90,9 %) souverän den 1.Platz belegte, zum anderen Crizz mit ebenfalls sehr guten 271,7 Punkten (= 90,6 %).

>> Auswertung der 1-Monats-Juniprognosen vom 03.06.16
>> Auswertung der 2-Monats-Juniprognosen vom 03.05.16

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Die endgültigen Mai-Auswertungen sind online (02.06.16):

Der dritte Frühlingsmonat brachte zwar ausgerechnet über die Pfingstfeiertage unfreundliches und kühles Wetter, doch herrschte sowohl zu Beginn als auch zum Ende hin tagsüber schon sehr warme und überwiegend sonnige Witterung vor. Daher fiel der Mai um 1,6 Grad zu warm aus, wobei das bereits seit März dominierende Nordost-Südwest-Gefälle der Temperaturen erhalten blieb (Saarland nur +0,6 K, Baden-Württemberg +0,7 K; Mecklenburg-Vorpommern hingegen sehr deutliche +2,6 K Temperaturüberschuss!).
Laut Deutschem Wetterdienst ergaben sich im bundesweiten Mittel 8,9 % Sonnenscheinüberschuss. Trotz örtlich extremer Dürre im Nordosten Deutschlands (stellenweise wurden weniger als 9 mm Monatsregensumme gemessen) wurde aufgrund der örtlich recht kräftigen Schauer und Gewitter der letzten Monatsdekade im Flächenmittel das Mai-Niederschlagssoll mit -4,8 % nur unwesentlich unterschritten.

Obwohl es im Mai keine «Volltreffer» mit 100 Punkten in den Einzelprognosen gab, wurden - hauptsächlich wegen der witterungsmäßigen Unauffälligkeit des Monats - überwiegend gute bis sehr gute Prognoseleistungen erzielt. Sieger im 1-Monatstipp wurde der automatisch erzeugte Mitteltipp mit 289,7 Punkten bzw. 96,6 % der Maximalpunktzahl (vgl. die Korrektur unten!); der 2.Platz ging an Markus L (284,7 Punkte = 94,9 %) und Rang 3 belegte Sigward Liebetruth mit 283,7 Punkten (=94,6 %). In der 2-Monatsprognose siegte Kuhnle (289,7 Punkte = 96,6 %), gefolgt von Christoph sowie erneut Sigward Liebetruth, die beide jeweils auf 286,9 Punkte (= 95,6 %) kamen.
Hadimü und Frosch410 sagten die Maitemperatur vier Wochen zuvor mit einem Fehler von nur 0,1 K vorher, der diesmal insgesamt erfolgreichste Einzelspieler Sigward Liebetruth sogar mehr als acht Wochen zuvor!

>> Auswertung der 1-Monats-Maiprognosen vom 03.05.16
>> Auswertung der 2-Monats-Maiprognosen vom 03.04.16

KORREKTUR zum 1-Monatstipp:
* Teilnehmer MITTELTIPP: Temperatur 13.5 (statt 13.1), Temp-Punkte 96 (statt 88), Monatspunkte 289.7 (statt 281.7), damit Platz 1 (statt 4)
* Teilnehmer Ivanj: Temperatur 13.2 (statt 1.1), Temp-Punkte 90 (statt 0), Monatspunkte 214.3 (statt 124.3), damit Vorletzter (statt Letzter)

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Monatsprognose.de wird 8 Jahre alt (28.05.16)!


* Die endgültigen April-Auswertungen sind online (02.05.16):

Der zweite Frühlingsmonat brach ziemlich radikal mit seiner freundlich-beständigen und meist deutlich zu warmen Tradition der vergangenen 15 - 20 Jahre und zeigte uns sein eigentlich monatstypisches, launenhaftes Gesicht. Ein kurzer Kaltlufteinbruch demonstrierte gleich zu Monatsbeginn in einigen Regionen in der Mitte Deutschlands, dass er durchaus nochmals für eine ordentliche Packung Neuschnee zu haben ist, insbesondere wenn solche milden «Mini-Winter» wie der vergangene allzusehr damit geizen. Nur 2 Tage später stiegen die Temperaturen dann jedoch erstmals in diesem Jahr auf vielerorts +20 Grad, am 05. wurde örtlich sogar der erste Sommertag registriert (Regensburg +25,6°C). Nachfolgend kühlte es wieder auf Normalwerte ab, die Niederschlagstätigkeit intensivierte sich und die Sonne hatte zeitweilig Sendepause. Doch zu Beginn der letzten Monatsdekade, nach erneut einigen Tagen etwas wärmerer Witterung, stieß aus Nordwesten und Norden hochreichende arktische Frostluft nach Deutschland vor und bescherte beispielsweise der Bundeshauptstadt in der Nacht vom 24. zum 25. den spätesten Schneefall seit mindestens 25, stellenweise sogar seit 31 Jahren! Obwohl dies für ein sehr seltenes, also ungewöhnliches Ereignis spricht, fand der letzte Schneefall der Wintersaison im Durchschnitt (!) des Zeitraums 1970-1985 in Berlin ebenfalls am 25.April statt, und in 10 von diesen insgesamt 16 Jahren schneite es noch später als 2016, darunter in 5 Jahren sogar noch im Mai (1970, 1978, 1979, 1981 und 1982)! Noch in den 1990er Jahren hielten sich März und April als Monat mit den letzten Schneefällen annähernd die Waage, nach 2003 gab es dann (bis 2012) zunächst überhaupt keine April-Schneefälle mehr, wobei 2011 - von den Medien und der Öffentlichkeit völlig unbemerkt - mit dem Termin 21.Februar das bislang früheste letzte Schneefalldatum (28.02.1880) um eine volle Woche unterschritten wurde. Dieser neue Rekord wurde dann 2014 nochmals um 8 Tage unterboten; im nördlichen und zentralen Berlin hatte es vor 2 Jahren sogar schon am 30.Januar (!) die letzten Flocken gegeben. Zum Vergleich: Anno 1867 fielen erst am 23.Mai die letzten Flocken in der Hauptstadt bei ungemütlichen Temperaturen von maximal 6 Grad am Tage und nahe 0 Grad in der Nacht - also nochmals vier Wochen später als beim diesjährigen «Aprilwintereinbruch»!

Aufgrund der noch relativ warmen Witterung der ersten 3 Aprilwochen fiel der Monat gegenüber dem alten Klimamittel 1961-90 genau wie der Vormonat um 0,5 Grad zu warm aus. Ebenso wie im März 2016 herrschte auch diesmal ein Nordost-Südwest-Gefälle vor, wobei es im Saarland erneut zu kalt und in Mecklenburg-Vorpommern mit 1,2 K Temperaturüberschuss relativ gesehen am wärmsten war. Im Osten Deutschlands erfüllte auch die Sonne ihr Soll (in Sachsen-Anhalt sogar +21 % Sonnenscheinüberschuss), während im Saarland -22 % Strahlungsdefizit registriert wurden. Im bundesweiten Mittel ergaben sich 3,2 % Sonnenscheinüberschuss. Auch bei der Niederschlagsverteilung stand einem überwiegend zu nassen Nordwesten und Südwesten (Saarland +26 %, Baden-Württemberg +34 % Niederschlagsüberschuss) ein zu trockener Osten gegenüber (Thüringen -31 %, Sachsen-Anhalt -46 % Niederschlagsdefizit). Im Flächenmittel wurde das April-Niederschlagssoll um 8,4 % unterschritten.

Die Vorhersageleistungen fielen überwiegend recht gut aus, wobei erstaunlicherweise die beiden Erstplatzierten der 2-Monatsprognose diesmal besser abschnitten als die Besten des 1-Monatstipps, der normalerweise leichter ist. In der 1-Monatsprognose siegte Klimafrosch mit 286,8 Punkten (95,6 % der maximal möglichen Punktzahl). Den zweiten Platz belegte Daniel (280,4 Punkte = 93,5 %), den dritten Patrick (279,6 Punkte = 93,2 %), der gleichzeitig auch im 2-Monatsmodul Dritter wurde (277,6 Punkte = 92,5 %), lediglich übertroffen von Matthias S. (290,2 Punkte = 96,7 %) und 2-Monatsgewinner Jörg (294,4 Punkte = 98,1 %). Einen Volltreffer mit der genauesten Temperaturprognose konnte lediglich Renate im 1-Monatstipp für sich verbuchen.

>> Auswertung der 1-Monats-Aprilprognosen vom 03.04.16
>> Auswertung der 2-Monats-Aprilprognosen vom 03.03.16

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Die endgültigen März-Auswertungen sind online (02.04.16).

Der erste klimatologische Frühlingsmonat tat sich mit echter Frühlingsstimmung eher schwer: Erstmals seit 7 Jahren fiel der März zu trüb aus (10,9 % Sonnenscheindefizit). Die erste Woche verlief in einigen Regionen sogar noch hochwinterlich mit örtlich enormen Schneemassen (z.B. im Raum Saarbrücken), wobei sich sogar in der Temperaturverteilung des gesamten Monats ein Nordost-Südwest-Gefälle zeigte: So fiel der März im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen einige Zehntel zu kalt aus, während sich für Mecklenburg-Vorpommern ein Temperaturüberschuss von +1,5 K errechnete. Im bundesweiten Flächenmittel war der Monat zwar um 0,5 Grad zu warm, jedoch war es damit deutlich kälter als in dem extrem warmen und sonnigen Dezember 2015 (üblicherweise ist der März 2,7 Grad wärmer als der Dezember, diesmal war er 2,5 Grad kühler!) Die im diesjährigen März vorherrschende Sonnenscheinarmut verstärkte den Eindruck eines kühlen und unfreundlichen Monats noch erheblich.
Wie schon die Märzmonate der 6 Vorjahre fiel auch der März 2016 zu trocken aus (19,5 % Niederschlagsdefizit), wobei ausgerechnet über Ostern während einer labilen Wetterlage die stärksten Schauer zustande kamen. Mit Höchsttemperaturen zwischen 7 und 17°C fiel Ostern entgegen vollmundiger Sommertagsversprechungen der Medien unter Berufung auf den DWD («Mehr als 25 Grad möglich» am 19.03. u. a. in der Süddeutschen Zeitung) kaum wärmer aus als der zweite Weihnachtsfeiertag 2015.

In der 1-Monatsprognose siegte Christian mit 274,5 Punkten (= 91,5 % der maximal möglichen Punktzahl). Ein Volltreffer bei der Temperaturprognose gelang hier jedoch nur Bromhenne und Sebastian. Den zweiten Platz belegte Tynnis (273,6 Punkte = 91,2 %), der auch im 2-Monatstipp die «Silbermedaille» erklimmen konnte, letzteres allerdings gemeinsam mit dem gleich starken Jürgen H. (beide jeweils 269,6 Punkte = 89,9 %). Sieger der 2-Monatsprognose wurde Björn B. (271,6 Punkte = 90,5 % der Maximalpunktzahl), was hauptsächlich seiner punktgenauen Temperaturvorhersage zu verdanken war.

>> Auswertung der 1-Monats-Märzprognosen vom 03.03.16
>> Auswertung der 2-Monats-Märzprognosen vom 03.02.16

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Die endgültigen Februar- und Winter-Auswertungen sind online (03.03.16):

Im letzten Wintermonat setzte sich die windige und regenreiche sowie vorherrschend milde bis teilweise sogar sehr milde Witterung fort. Aufgrund des seit spätestens Ende Januar quasi deutschlandweit frostfreien Erdbodens vermochten sich im Flachland selbst zeit- und gebietsweise auftretende Schneefälle oftmals kaum länger als wenige Stunden zu halten - in vielen Wetterberichten war sogar schon von «Aprilwetter» die Rede. Dies führte dazu, dass der Monat um deutliche 2,9 K zu warm und um 57,5 % zu niederschlagsreich ausfiel; örtlich wurde im Nordwesten Deutschlands sogar der nasseste Februar seit Messbeginn registriert. Die milde Meeresluft und der große Wolkenreichtum waren auch für das Sonnenscheindefizit von 15,8 % verantwortlich, sodass der Februar als eher unfreundlicher Monat in Erinnerung bleiben dürfte.
In der Jahreszeitenbilanz stellt der Winter 2015/16 mit einer Temperaturanomalie von +3,4 K den dritten erheblich zu warmen Winter hintereinander dar, der sich sogar als zweitwärmster Winter der letzten 135 Jahre einordnete (gemeinsam mit den Wintern 1974/75 sowie 1989/90, jedoch hinter dem Rekordmildwinter 2006/07, der insgesamt noch um 0,8 Grad wärmer war).
Zwei jeweils knapp 1-wöchige Kältewellen mit Schnee und Dauerfrost vermochten sich lediglich im Januar im Osten und Norden Deutschlands durchzusetzen.
Unauffällig verhielt sich
hingegen der winterliche Niederschlagsüberschuss von 6,2 %, wobei die zweite Winterhälfte jedoch deutlich nasser ausfiel als die erste, während der Sonnenscheinüberschuss von 13,8 % nahezu allein dem extrem sonnigen und rekordwarmen Dezember zu verdanken war.

>> Auswertung der 1-Monats-Februarprognosen vom 03.02.16
>> Auswertung der 2-Monats-Februarprognosen vom 03.01.16
>> Auswertung der Winterprognosen vom 03.12.15

In der 1-Monatsprognose siegte Crizz mit 290,3 Punkten (= 96,8 % der maximal möglichen Punktzahl), wobei ihm auch ein Volltreffer bei der Temperaturprognose gelang. Den zweiten Platz errang hadimü (266,3 Punkte = 88,8 %). Etwas schwieriger gestaltete sich die 2-Monatsprognose, wo nur ein einziger Teilnehmer die 260-Punkte-Marke überschritt (Der_eisbär mit 260,7 Punkten = 86,9 %, vor dem Zweitplatzierten Markus71 mit 259,3 Punkten = 86,4 %). Unserem Stammteilnehmer Frosch410 gelang ein Volltreffer bei der Prognose der Februartemperatur.
Die Jahreszeitprognose gestaltete sich schwierig: Bis auf 1 bzw. 2 Tipps wurde von allen Teilnehmern die hohe Temperatur sowie der Sonnenscheinüberschuss des abgelaufenen Winters unterschätzt. Sieger der Winterprognose 2015/16 wurde Fischachtaler (266 Punkte = 88,7 %), gefolgt von Frosch410 (258,4 Punkte = 86,1 %) und Christoph (256,4 Punkte = 85,5 %).

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!
Dem Gewinner der Winterprognose 2015/16 wurde als Siegesprämie eine CD-ROM-Ausgabe des «Deutschen Meteorologischen Jahrbuchs 2008» am 07.03.2016 per E-Mail zugesandt.

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* Die endgültigen Januar-Auswertungen sind online (02.02.16):

Der zweite klimatologische Wintermonat Januar verlief witterungsmäßig zweigeteilt mit einem weiterhin deutlich zu milden Süden (München sowie Kempten im Allgäu 3,2 K, Freiburg im Breisgau 3,3 K zu warm) und einem kühleren Nordosten, wobei dort eine rund einwöchige kalte Ostwetterlage in der 1.Dekade sowie eine weitere, ebenfalls etwa einwöchige Nordwetterlage zur Monatsmitte die Temperaturabweichungen entlang der Ostseeküste und im Vorpommern unter das Januarsoll drückte (Boltenhagen, Greifswald sowie Putbus auf Rügen -0,2 K, Barth 0,3 K zu kalt). Im bundesweiten Durchschnitt hatte der Monat eine Abweichung von +1,5 K gegenüber dem alten Klimamittel 1961-1990 aufzuweisen.
Die Grenzwetterlage mit der starken Hebungsneigung an der Hauptfrontalzone - auch «Polarfront» genannt - hatte nicht nur einen spürbaren Niederschlagsüberschuss zur Folge (im Flächenmittel +27,1 %), sondern führte insbesondere im Nordwesten auch zu vielen Tagen mit gefährlichem Glatteisregen.
Dort schien außerdem die Sonne deutlich weniger als für Januar üblich, während im Südwesten sowie teilweise auch im Osten ein Sonnenscheinüberschuss verbucht werden konnte (im Deutschlandmittel +13,3 %).

Gegenüber den beiden extrem warmen Vormonaten fielen die Prognoseleistungen aufgrund der deutlich geringeren Anomalien diesmal wieder erheblich besser aus. Gleich 6 Teilnehmern gelang sogar ein Volltreffer beim Temperaturtipp: Benjamin B., Bromhenne und Sebastian in der 1-Monatsprognose sowie Kuhnle, Tynnis und Sigward Liebetruth im 2-Monatstipp.
Auch in der Januar-Gesamtwertung siegte unser Stammtipper Sigward Liebetruth mit 281,6 Punkten (= 93,9 %  der maximal möglichen Monatspunktzahl) in der 1-Monats- sowie 270,6 Punkten (= 90,2 %) in der 2-Monatsvorhersage, womit er dort sogar noch «Vizemeister» wurde, lediglich übertroffen von Crizz mit 279,6 Punkten (= 93,2 %).

>> Auswertung der 1-Monats-Januarprognosen vom 03.01.16
>> Auswertung der 2-Monats-Januarprognosen vom 03.12.15

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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* Die endgültigen Dezember-Auswertungen sind online (02.01.16):

Die extrem milde Witterung, die schon in den ersten beiden Novemberdekaden begonnen hatte, dominierte auch in den letzten Wochen des Jahres 2015, wobei besonders vom 16.-27.12. Subtropikluft aus Afrika nach Deutschland gelenkt wurde, sodass beispielsweise in Berlin die Thermometer am zweiten Weihnachtsfeiertag die 15°C-Schwelle (im Südwesten Deutschlands örtlich sogar 18°C) überstiegen, was dort mit Ausnahme des ähnlich warmen Heiligabends 1977 in den vergangenen 250 Jahren noch nie zuvor in der zweiten Dezemberhälfte vorgekommen ist! Die Tagesmitteltemperatur des 26.12.2015 schlug ebenso wie die des gesamten Dezembers sämtliche historischen Rekorde. Bemerkenswert ist auch, dass es bereits das 5. Jahr in Folge mit neuen Tageswärmerekorden in der Weihnachtswoche gab, wobei diesmal auch noch außergewöhnlich viele Sonnenstunden auftraten.

Die Monatsmitteltemperatur übertraf mit einer extremen Positivabweichung von +5,7 K die bisher wärmsten Dezember der Jahre 1934 und 1974 um sensationelle 1,7 Grad. Entlang des Niederrheins sowie im Ruhrgebiet wurden mai-taugliche Monatsmittelwerte von fast +10°C erreicht! Schnee gab es im Gegensatz zum Oktober und November überhaupt nicht, und selbst Regen fiel aufgrund der antizyklonalen Wetterlagen mit Ausnahme des hohen Nordens eher spärlich (im Flächenmittel 48,0 % Niederschlagsdefizit).
Die sonst sehr ausgeprägte, jahreszeittypische Neigung zu Nebel und Hochnebel war aufgrund der fast permanent vorherrschenden starken Südwestkomponente der Strömung kaum vorhanden, sodass ein außergewöhnlich freundlicher erster «Winter»monat die Folge war. Im Bundesmittel errechneten sich 69,4 % Sonnenscheinüberschuss, womit es nach 1972 der zweitsonnigste Dezember der letzten 65 Jahre wurde.

Der rekordwarme, meistenorts sehr trockene und extrem sonnige Dezember bescherte sämtlichen Teilnehmern ein massives Fiasko. Kein einziger Tipp erreichte auch nur annäherend die 200-Punkte-Marke (ca. 67 % der maximal möglichen Punktzahl); im 2-Monatstipp wurden selbst 150 Punkte (50 %) durchweg verfehlt. Allein bei der Temperatur lagen hier ganze 10 Teilnehmer um mehr als 5 Grad unter dem eingetroffenen Wert! Lediglich ein einziger (Frosch410) sagte in beiden Prognosemodulen mit jeweils mehr als 4°C relativ zuverlässig einen sehr milden Monat vorher. Die höchste Punktzahl stammte jedoch von Fischachtaler, der es im 1-Monatstipp mit Müh und Not auf 171,6 Punkte (= 57,2 %) brachte. Der Dezember 2015 unterbot die vielfach schon rekord-schlechten Punktzahlen vom Vormonat meist nochmals deutlich, sodass er als der mit großem Abstand schwächste Prognosemonat in die Geschichte von Monatsprognose.de eingeht, was selbst die Zweifel an der Brauchbarkeit von 3- bis 4-wöchigen Prognosen erneut sehr stark nährt - von der Seriösität diverser 2- bis 12-Monatsprognosen in den Medien ganz zu schweigen.

>> Auswertung der 1-Monats-Dezemberprognosen vom 03.12.15
>> Auswertung der 2-Monats-Dezemberprognosen vom 03.11.15

Jahressieger des Turnierjahres 2015 wurde Stammteilnehmer Kuhnle. Er errang in 14 Einmonats- und 12 Zweimonatsprognosen insgesamt 6061,4 Punkte (entspricht 77,7 % der maximal möglichen Punktzahl). Auf Rang 2 folgt Christoph aus Halle mit 6055,2 Punkten (= 77,6 %), während der Mitteltipp gegenüber dem Vorjahr sogar noch weiter auf den 3. Platz abrutschte (6023,8 Punkte = 77,2 % der Maximalpunktzahl). - Im Einzelnen erreichte Fischachtaler in der 1-Monatsprognose mit 3447,8 Punkten (= 82,1 %) den 1. Platz, gefolgt von Jürgen H. mit 3422,0 Punkten (= 81,5 %) sowie Kuhnle mit 3403,2 Punkten (= 81,0 %), während in der 2-Monatsprognose der Teilnehmer Christian mit 2790,2 Punkten (= 77,5 %) den siegreichen 1. Rang erzielte, gefolgt von Frosch410 (2701,3 Punkte = 75,0 %), die sich beide vor dem automatisch erzeugten Mitteltipp (2696,1 Punkte = 74,9 %) einreihten, der somit genau wie im Vorjahr Platz 3 belegte.

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* Die endgültigen November-Auswertungen sind online (02.12.15):

Nach dem recht kühlen Oktober kam es im letzten klimatologischen Herbstmonat zu langanhaltenden und intensiven Vorstößen subtropischer Warmluft nach Deutschland: mehrfach Tagestemperaturen von teils deutlich über 20°C, hauptsächlich am Oberrhein, sowie eine ganze Reihe von extrem milden, ja geradezu hochsommerlichen Nächten waren die Folge. Teilweise wurden Temperaturen, die bereits als Tages-Höchstwert in einer 250-jährigen Messreihe im Rekordbereich gelegen hätten, mitten in der Nacht erreicht (z.B. in Berlin am 07./08. mit +18°C, Baden-Baden sogar +20°C!). Damit war vielfach - insbesondere in höheren Lagen - bereits die 1.Novemberdekade die wärmste je gemessene. Für die 2.Dekade traf dies sogar deutschlandweit zu; gleichzeitig kam es verbreitet zu recht ergiebigem Regen. In der 3.Dekade gab es ein kurzes Winterintermezzo mit Zufuhr polarer Luftmassen und zeitweiligen Schneefällen, allerdings reichte es im Tiefland nicht für erste Eistage mit Dauerfrost, und noch vor Monatsende wurde mit stürmischen Winden erneut sehr milde Meeresluft zu uns geführt.
Somit übertraf die Monatstemperatur mit einer extremen Positivabweichung von +3,5 K die bisher wärmsten November der Jahre 1963 und 2009 noch um 0,1 Grad! Einzig im Nordosten lag die Wärmeanomalie bei etwas weniger als +3 K. Im Nordwesten hingegen fiel teilweise das Doppelte der üblichen Regenmenge (im Hamburger Raum +100 %, in Rheinland-Pfalz +13 %, im Deutschlandmittel +52,1 % Niederschlagsüberschuss). Während der Monat im hohen Norden und im Westen meist zu trüb ausfiel (Saarland 32 % Sonnenscheindefizit!), zeigte sich zwischen Weser und Elbe sowie insbesondere in Süddeutschland die Sonne spürbar häufiger als im November üblich (in Bayern +54 %, im Flächenmittel +26,2 % Sonnenscheinüberschuss).


Aufgrund des rekordwarmen, extrem niederschlagsreichen und gleichzeitig sehr sonnigen Novembers - was allein schon in dieser Kombination in einem Spätherbstmonat nur selten vorkommt  - brachen die Prognoseleistungen sehr stark ein: Mit jeweils nur einer einzigen Ausnahme wurde selbst die ansonsten sogar vom Mittelfeld der Teilnehmer meist mit Leichtigkeit übertroffene 70%-Hürde durchgehend verfehlt. Einen einzelnen Glückstreffer konnte Frosch410 mit seinem punktgenauen Temperaturtipp - ebenfalls im Zweimonatsmodul - einfahren. Dem November 2015 wird jedoch insgesamt der traurige Ruhm als einer der schwächsten Prognosemonate in der über 7-jährigen Geschichte unseres Prognoseturniers zuteil werden, was erneut die Schwierigkeiten und Herausforderungen einer Langfristvorhersage in unseren Breiten unterstreicht.

>> Auswertung der 1-Monats-Novemberprognosen vom 03.11.15
>> Auswertung der 2-Monats-Novemberprognosen vom 03.10.15

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* Die endgültigen Oktober-Auswertungen sind online (04.11.15):

Der zweite klimatologische Herbstmonat verlief witterungsmäßig sehr ähnlich wie der Vormonat: Auf einen warmen Start folgte eine längere kühlere und zyklonale (= von Tiefdruckgebieten geprägte) Episode, bevor es im letzten Monatsdrittel wieder schöner und sonniger wurde; regional herrschte aber auch schon Spätherbststimmung mit Nebel und Hochnebel vor. Besonders erwähnenswert war der Kaltlufteinbruch zu Beginn der 2.Oktoberdekade, wobei örtlich die frühesten Nachtfröste seit 4 Jahrzehnten registriert wurden. Nur zwei Tage später kam es durch Aufgleiten von feuchter mediterraner Warmluft auf diese Kaltluft in Mittel- und Westdeutschland sogar zu Schneefällen bis ins Flachland, wobei regional die bisher frühesten Eintrittstermine für die Bildung einer Schneedecke um bis zu 2 Wochen unterboten wurden (z. B. in Jena/Thüringen in einer mehr als 200-jährigen Beobachtungsreihe).
Zwar war der Oktober nahezu überall zu kalt - im Flächenmittel um 0,6 Grad -, doch gab es bei Niederschlag und Sonnenschein wiederum eine Zweiteilung: Während der Süden und Westen einen deutlich zu trüben Oktober erlebte (Saarland 34 % Sonnenscheindefizit), profitierten die nordöstlichen Bundesländer erneut von Strahlungsüberschüssen bis zu rund 20 % (insbesondere in den Regionen Hamburg, Berlin, Uckermark, Vorpommern). Im Bundesmittel bilanzierte der Monat um 8,4 % unter dem Sonnenschein-Normalwert.
Bei der Niederschlagsverteilung machte sich in der Osthälfte Deutschlands der längere Einfluss eines Höhentiefs nach der Monatsmitte bemerkbar (Berlin 86 % Niederschlagsüberschuss), während im Nordwesten und auch im Südwesten nach dem dort bereits sehr trockenen Sommer erneut starke Trockenheit an der Tagesordnung war (Saarland 74 % Niederschlagsdefizit). Im deutschlandweiten Mittel ergab sich ein 16,5 % zu trockener Oktober.


Die Prognosen gestalteten sich relativ schwierig: Nur 3 Tipps erklommen im 1-Monatstipp die 270-Punkte- bzw. 90-Prozent-Marke, im 2-Monatstipp gelang dies sogar nur einem einzigen. In der 1-Monatsprognose siegte ElbtalCb mit 278,1 Punkten (= 92,7 % der maximal möglichen), gefolgt von Daniel (274,1 Punkte = 91,4 %) und Jürgen H. (271,1 Punkte = 90,4 %). In der 2-Monatsprognose gelang Jürgen H. mit ebenfalls 278,1 Punkten (= 92,7 %) die beste Platzierung, gefolgt von Bromhenne (269,9 Punkte = 90 %) und Sigward Liebetruth (266,9 Punkte = 89 %).
Die besten Temperaturtipps stammten von Bromhenne, der in beiden Prognosemodulen jeweils 98 Punkte einfahren konnte.

>> Auswertung der 1-Monats-Oktoberprognosen vom 03.10.15
>> Auswertung der 2-Monats-Oktoberprognosen vom 03.09.15

Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

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NÄCHSTE ABGABETERMINE:

03.09.2016, 23:59 Uhr MESZ: Abgabeschluss für die 1-Monats-Septemberprognose und die 2-Monats-Prognose für den Oktober

03.10.2016, 23:59 Uhr MESZ: Abgabeschluss für die 1-Monats-Oktoberprognose und die 2-Monats-Prognose für den November

03.11.2016, 23:59 Uhr MEZ: Abgabeschluss für die 1-Monats-Novemberprognose und die 2-Monats-Prognose für den Dezember

03.12.2016, 23:59 Uhr MEZ: Abgabeschluss für die 1-Monats-Dezemberprognose, die 2-Monats-Prognose für den Januar 2017 sowie für die Winterprognose 2016/17


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